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Waldhorn
Ein Horn ist aus einer Röhre oder zweier ineinander verwundenen Röhren aufgebaut, die kreisrund gebogen sind. Ausführungen gibt es als F-, B- oder seltener Es-Horn. Besteht ein Horn aus zwei Röhren spricht man vom Doppelhorn.

Instrumente mit diesem wesentlichen Merkmal des heutigen Waldhorn, der kreisrund gebogenen Röhre kannte man schon in der Spätantike. Wegen der technischen Schwierigkeiten dürften jedoch erst im späten Mittelalter wieder solche Instrumente gebaut worden sein.  Am Ende des 17. Jahrhunderts hielt das kreisrunde Horn Einzug in die Kunstmusik. Ludwig XIV. (Frankreich) beschäftigte 14 Parforce-Hornisten für die Gestaltung der Hofmusik.

Dieses Instrument, das Corno da caccia, war jedoch nach Bauart und Klang eine rund gebaute Trompete, die mit einem Kesselmundstück gespielt wurde. Es wurde vom böhmischen Grafen Franz Anton von Spork 1681 nach Deutschland eingeführt. In der Folge wurde das Hornblasen in Böhmen besonders gepflegt und die ersten großen Hornisten auf dem Waldhorn stammten aus Böhmen.

Eine Reihe von Verbesserungen in der Bauweise und im Gebrauch (u.a. Einführung des Trichtermundstückes) führte schließlich Anfang des 19. Jhds. zum heute noch gebräuchlichen (Ventil-) Waldhorn.

Das geeignetste Einstiegsalter liegt, wie auch bei den anderen Blechblasinstrumenten, nach vollständiger Ausbildung des jugendlichen Gebisses mit den zweiten Zähnen (also ab 11 Jahren). Es kann natürlich auch früher mit dem Unterricht begonnen werden. Es ist aber hierbei zu beachten, dass sich das Gebiss noch verändert und daher ggf. der Ansatz immer wieder angepasst werden muss und beim Ansatz nicht so viel Druck auf die Lippen/Zähne ausgeübt werden sollte.





Lehrer: Ralf Splittgerberralfsplittgerber


Ralf Splittgerber, geboren 1964 in Halle, studierte von 1982 bis 1986 Waldhorn bei Waldemar Schieber an der Hochschule für Musik "Felix-Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig. Anschließend war er als Hornist am Orchester des Landestheaters Dessau angestellt. Nach einer theologischen Ausbildung folgte der Ruf in den Gemeinschaftsverband Sachsen-Anhalt. Hier arbeitete er seit 1991 als Chorreferent und Prediger. Ab 2004 war er als Musikreferent teilweise angestellt und teilweise freischaffend tätig.
Zur Zeit arbeitet er als Landesposaunenwart in der Evangelischen Kirche  Mitteldeutschlands.

Zur weiteren Ausbildung zählen:

Unterricht "Komposition" bei Günther Neubert (Leipzig), Dirigierunterricht bei Christian Kluttig  und Hans Rotmann , Gesangsunterricht bei Käthe Röschke, und ein Abschluss für "Popularmusik in der Kirche".