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Violoncello
Das Violoncello (auch Cello genannt; Plural: (Violon-)Celli; ital. kleiner Violone) gehört zur Familie der Streichinstrumente.  Streichinstrumente werden im Wesentlichen aus Ahorn- und Rottannenholz gefertigt. Für einige spezielle Teile (z.B Griffbrett) verwendet man auch Edelhölzer wie Ebenholz oder Palisander.  Die Bauweise des Cellos entspricht im Wesentlichen der der Violine, doch ist es größer und die Zargen sind im Verhältnis zum Umfang deutlich höher.
Im Gegensatz zur Violine und Bratsche wird das Instrument im Sitzen gespielt. Dabei steht es meistens auf einem ausziehbaren Stachel aus Metall. Das Cello ist dasjenige Streichinstrument, welches der menschlichen Stimme am nächsten kommt.

Der Ton kommt beim Cello wie bei allen Streichinstrumenten durch die Schwingung der Saiten und des Instrumentenkorpus zustande.
Die Erzeugung des Tons erfolgt mechanisch durch Anstreichen der Saite mit dem Bogen oder durch Zupfen mit den Fingern. Auf dem Griffbrett befinden sich jedoch nicht, wie z. B. bei der Gitarre, Bünde. Daher muss der Cellist die Griffposition für eine bestimmte Tonhöhe aus dem Gedächtnis finden, indem er die richtige Stelle einer Saite mit der linken Hand niederdrückt.

Die Einsatzmöglichkeiten des Cellos sind vielfältig. In der Barockmusik meist mit einem Continuo-Part, d.h. einer Baßbegleitung, bedacht, gibt es seit dem 18. Jhd. eine immer größer wedende Auswahl an Solo- und Kammermusikwerken. In der klassischen Streichquartettbesetzung ist das Cello eine feste Größe und ab dem 19. Jhd. etablierte es sich außerdem neben der Geige als Soloinstrument. 

Wegen der Vielfalt seiner klanglichen Möglichkeiten wird das Cello zunehmend auch außerhalb der "klassischen Musik" eingesetzt.
Sehr beliebt bei Cellisten ist z.B. der argentinische Nuevo Tango. Im Jazz wurde das Violoncello durch den Kontrabassisten Oscar Pettiford populär. Der Cello-Klang wurde zum Teil auch elektronisch verstärkt oder verzerrt.
Seit dem Ende der 1960er Jahre begegnet man dem Cello in der Rockmusik. Schon die Beatles experimentierten auf ihren Studioalben mit Celloklängen.
Heute findet man das Cello in allen Stilrichtungen (u.a. als E-Cello) bis hin zu Heavy Metal vertreten.

Das Einstiegsalter liegt ähnlich dem der Violine ungefähr zwischen 5 und 8 Jahren. Es ist aber durchaus auch möglich, früher oder später zu beginnen, je nach Entwicklung und Eignung des Kindes.  
Für Kinder, die das Instrument erlernen, gibt es neben dem normalen 4/4-Cello auch Instrumente in kleineren Ausführungen. Die Größen reichen von 1/16 über 1/8, 1/4, 1/2, 3/4 bis zum 7/8-Cello. Allerdings kann man aus dem Bruch nicht direkt auf die Größe des Instruments schließen. So beträgt die Größe eines 3/4 Cello etwa 90% eines 4/4 Cello, die eines 1/8 Cello noch 65%.
Die geeignete Größe wird in der Regel in Absprache mit dem Lehrer und evtl. einem Geigenbauer ermittelt.





Lehrer: Markus Händelmarkushaendel

Markus Händel wurde 1974 in Weimar geboren. Seit 1987 war er Schüler der Musikspezialschule Weimar-Belvedere. 1990 gwann er den 1.Preis beim Zentralen Leistungsvergleich der Musikspezialschulen der DDR, sowie einen 2.Preis beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" im Jahr 1992. Von 1993 bis 1997 studierte er an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" bei Prof. Maria-Luise Ewald, sowie Kammermusik bei Prof. Ulrich Beetz (Abegg-Trio). Während seines Studiums war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Konzertreisen führten ihn durch Europa, nach Israel, Japan und nach Südamerika. Seit 1998 ist Markus Händel als Cellist an der Staatskapelle Halle angestellt.