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Orgel
Die Orgel (griech. organon) ist ein Tasteninstrument.
Der Klang wird bei der Orgel durch Pfeifen erzeugt, daher wird sie auch Pfeifenorgel genannt. Die Luftsäule im Innern der Pfeifen wird über ein Labium oder ein Zungenblatt zum Schwingen gebracht.
Der Organist bedient die Manuale mit den Händen, während das Pedal mit den Füßen gespielt wird. 

Eine Orgel hat mehrere Pfeifenreihen, die aus Orgelpfeifen gleicher Bauart und Klangfarbe bestehen. Die Pfeifen können aus verschiedenen Metall-Legierungen oder auch aus Holz bestehen. Meistens eine, manchmal auch mehrere Pfeifenreihen werden zu einem Register zusammengefasst, das vom Spieltisch aus an- und abgeschaltet werden kann.
Das erste orgelartige Instrument wurde um 246 v. Chr. von einem Ingenieur in Alexandrien, konstruiert. Die Römer übernahmen die Orgel von den Griechen als rein weltliches Instrument. 
Es gilt als sicher, daß die frühen Chisten noch keine Orgeln verwendeten - im Gegenteil, da die Römer Darbietungen in ihren Arenen u.a. mit Orgelmusik untermalten, könnten auch manche Christen zu Orgelklängen hingerichtet worden sein.
Im weströmischen Reich hörte der Gebrauch von Orgeln in den Wirren der Völkerwanderungszeit für lange Zeit auf. Erst in den Jahren 757 und 811 brachten jeweils Gesandtschaften, die vom byzantinischen Kaiserhof an den fränkischen Königshof kamen, für Pippin den Jüngeren bzw. dessen Sohn und Nachfolger Karl den Großen Orgeln mit. Als diese Orgeln defekt geworden waren, ließ sich der Sohn Karls des Großen, Kaiser Ludwig der Fromme, 826 eine Orgel für seine Pfalz in Aachen bauen. Diese Orgel, die nicht wiederum aus Byzanz eingeführt, sondern vor Ort von einem aus Venedig stammenden Priester namens Georg erbaut wurde, gilt als erste seit ca. 500 Jahren wieder in Westeuropa hergestellte Orgel.

Nun erst, im Laufe des 9. Jahrhunderts, begannen die ersten Bischöfe in Westeuropa, sich für ihre Kirchen Orgeln anzuschaffen. War die Kirchenorgel zunächst noch reines Statussymbol, so entwickelte sie sich mit der Gotik allmählich zum Hauptinstrument der christlichen Liturgie. Die früh- und hochmittelalterlichen Orgeln waren sogenannte "Blockwerke", d. h. man konnte noch nicht einzelne Register ab- und zuschalten: wenn man einen Ton auslöste, erklangen automatisch alle Pfeifen, die diesem Ton zugeordnet waren. Es gab auch noch keine Tastaturen bzw. Manuale: ein Ton wurde ausgelöst, indem man mit der ganzen Hand eine Holzlatte, die sogenannte "Schleife", herauszog und so die Windzufuhr zu den Pfeifen für diesen Ton freigab.

Im 14. und 15. Jhd. kamen einzeln wählbare Register, Manual-Tastaturen und einzelne (Teil-)Werke auf. Im 17. und 18. Jahrhundert erreichte der barocke Orgelbau in Deutschland seine größte Blüte. Die größten Orgelbaumeister dieser Zeit waren Arp Schnitger in Norddeutschland (norddeutsche Orgelschule) und Johann Gottfried Silbermann in Mitteldeutschland.





Lehrer: Andreas Reichandreasreich

Andreas Reich studierte von 1991 bis 1999, mit Unterbrechnung durch Ableistung des Zivildienstes, an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle/S.
1996 legte er das B-Examen sowie 1999 das A-Examen ab.
Seit dem Frühjahr 2000 ist er als Kantor in Mitteldeutschland bei der Freikirche der STA im Bereich Gottesdienst und Musik für die Vokal-und Bläserchöre sowie ehrenamtlichen Tastenspieler in den Ortsgemeinden tätig.


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